WordPress SEO Teil 2 – SEO Content

SEO ist mehr als ein paar „Tricks“

Inhalte / Content

Zuerst sollten wir uns mal von den ganzen SEO Tipps wie „Der Titel muss 120 Pixel breit sein“ usw entfernen. Das bringt uns hier erst mal nicht weiter.
Wie schon in der Einleitung erwähnt, geht es Google und Bing darum, die beste und vollumfängliche Antwort auf eine Frage die der Nutzer stellt (und wenn es nur „Aspirin“ ist) zu liefern.

Das zeigt schon mal eins: Die Seiten die wir für Platz 1 benötigen sind nicht kurz. Viele der Seiten haben mindestens ca 2.000 Wörter. Wenn Sie den Artikel komplett bis hierher gelesen haben, haben Sie ca 500 Wörter gelesen.

Zudem sollte der Artikel für das beste (SEO) Ergebnis natürlich nicht nur aus Text bestehen, das wäre dann auch langweilig und uninteressant, also wieder nicht das „beste“ Ergebnis.

Wir benötigen also mehr als nur Text. Wir benötigen eine SEO-Strategie. Genauer gesagt eigentlich eine Content Strategie. Noch genauer: Eigentlich eine „over all“ Strategie.

Wenn Sie schon eine Webseite oder einen Webshop haben, dann stellt sich die Frage nach der Zielgruppe. Verkaufen Sie alles oder verkaufen Sie gezielt?
Die Frage ist wichtig, denn wenn ich nach Aspirin suche bzw dort auf Platz 1 sein will, wird das praktisch unmöglich sein. Es gibt schlicht zu viele, die das auch wollen insbesondere der Markeninhaber. Wenn ich aber eine Webseite betreibe, die in einem Artikel Antworten Fragen auf Trombose bei Flugzeugen geben will, dann haben wir hier viel weniger Konkurrenz.

Shorttail vs Longtail SEO

Shorttail vs Longtail Suche

Unter Longtail versteht man den immer länger werdenden Schwanz an Suchbegriffen wenn man mehrere Suchbegriffe in die Suchmaschine eingibt. Dort ist die Suchhäufigkeit niedriger aber auch der Wettbewerb. Ein idealer Startpunkt um seine Seite dort in eine gute Position zu bringen und sich dann langsam Richtung Shorttail vorzuarbeiten.

Das ist übrigens wichtig, denn wenn wir in einer Nische = Longtail unser Wissen unter Beweis der Leser stellen, dann können wir hier bei diesen und bei Google punkten und bei Beiden mehr Vertrauen aufbauen. Wenn wir mehr Vetrauen haben, können wir uns auch an die großen Themen vorarbeiten.

Um uns im Longtail SEO gut aufzustellen, benötigen wir noch etwas anderes:

Brand – Sei ein Brand / eine Marke.

Nein, wir melden jetzt keine Marke beim Markenamt an, es geht um etwas anderes:

Hat schon mal jemand zu ihnen gesagt:

Du bist aber eine „Marke“

Normalerweise meint man damit, dass der Mensch irgendetwas besonders an sich hat. Genau das benötigen wir auch für unsere Webseite.

Die meisten Webseiten oder Firmen die ich kenne oder mit denen ich schon arbeiten durfte haben genau das nicht. Was bietet ihr für wen an? … Ähm.. ja also…

Wenn eine Online-Apotheke alles was sie hat in einen Webshop abbildet, ist sie nichts besonderes. Sie ist nicht differenzierbar / unterscheidbar von anderen. Vollsortiment ist langweilig. Auch sind solche Webseiten schwierig fürs Marketing und damit für SEO.
Wenn Sie als Mensch alles können… also wirklich alles… was macht sie dann aus?

So klappt das weder bei Menschen, noch bei Google, noch bei den Kunden. Sie müssen sich also spezialisieren und eine spitze Kommunikation fahren (also ein Thema haben). Zum Beispiel könnten Sie ihre Online Apotheke auf Frauen oder Männer oder alternative Medikation also auf ein spezielles Thema anpassen. Schon hast du ein Thema, einen Kern, eine Marke.
Wenn wir dieses Thema heraus arbeiten, und in das Zentrum unserer Gedanken stellen, dann können wir unsere Artikel darum anordnen.
Suchmaschinen und unsere Besucher / Kunden verstehen damit unsere Intention und Leidenschaft und damit auch, was wir mit unseren Inhalten die wir online stellen sagen wollen.

Differenzierung: Der Grund ist klar:

  • Weil sonst alle auf die ersten 3 bis 10 Google Plätze streiten.
  • Die Top Plätze sowieso von den Großen der Branche schon lange besetzt sind.

Spezielles wird öfters geteilt

Menschen empfehlen viel und teilen gerne über Facebook und Co. Wieso sollte man auf deine Webseiten verlinken / reden / schreiben ?
Man kann zB Videos und Inhalte die speziell und interessant sind erstellen.

Thema gefunden, was nun?

Um das Thema ordnen wir nicht nur unsere Artikel und Themen für unsere Suchmaschinenoptimierung, sondern auch unsere Kommunikation.

In der Literatur würde man nun von den 4Ps / Kommunikationspolitik sprechen, das lassen wir hier mal weg.

Uns geht es um die Fragen:

  • Preis billig oder teuer: Desto höher der Preis desto mehr muss auch klar sein wieso das so wahnsinnig gut und damit auch teuer ist. Dazu gehört auch: Qualitäts-Führer: Genuss und Spezialitäten bzw nachhaltig statt Masse.
  • Duzen oder siezen: Wie kommt der shop sprachlich rüber man benötigt ein Konzept. Evtl eine Hintergrundstory ausdenken. Wie ist man zu dem gekommen wo man jetzt ist, also was man nun anbietet.
  • Wording: Sprache zB aggressiv gegen Fleischesser also inhaltlich oder aggressiv von der Bildsprache
  • Was steht dahinter, was will man verändern (kann auch erfunden sein, Vorsicht!).
  • Welche Gesichter gibt’s hinter dem Unternehmen. Was kommunizieren sie und was  steht dahinter bei denen. 

Beispielsweise spricht die Telekom mit ihrer Billigmarke Congstar eine junge Zielgruppe an. Die Sprache ist hier komplett anders („du“), die Farben bunt und die Preise deutlich niedriger als bei der seriösen Telekom, die den älteren bzw Businesskunden ansprechen will.

Wir haben also nun ein Thema um das wir uns drehen, wir haben uns überlegt wen wir ansprechen wollen, welche Sprache usw wir nutzen wollen.

Festhalten des Ziels

Diese Punkte unseres Markenkerns sollten wir uns schriftlich festhalten und an die Wand kleben. Immer, wenn wir einen Artikel erstellen, sollte uns bewusst sein, was wir erstellen wollen.

Junge Frauen, die gerne reisen

aber Vorsicht: So oder mit Rucksack? oder mit Freund und ggf nach Island zum campen statt nach Dubai zum shoppen?

Wir benötigen also noch ein genauere Definition der Zielgruppe:

Personas

Wenns um die Frage geht für wen wir etwas erstellen wollen, so kommen hier Personas ins Spiel.

Sie beschreiben bestimmte Kundentypen die wir gerne bedienen wollen. Diese hängen wir ebenfalls an die Wand und fragen uns bei jedem Artikel: Wollen wir eine oder beide damit ansprechen?

Das sind Fragen wie:

  • Interessiert sie sich dafür?
  • Welches Problem hat sie?
  • Welche Lösung benötigt sie?
  • Wie Lösung bieten wir an?
  • Welche Konsequenzen hat eine Nicht-Lösung?
  • Was können wir bieten?
  • Welche Konkurrenten kommen in Frage?
  • Was soll die Persona bei mir erfahren?
  • Was soll sie bei mir tun?

Die SEO-Grundlagen sind gesetzt. Wieso ist das wichtig?

All die oberen Punkte müssen uns also erst einmal klar sein, dann können wir loslegen. Der Grund ist auch beim „SEO“ klar. Wenn die Suchmaschine das beste Ergebnis zeigen will, dann… ja ist Google und Co schon einen Schritt weiter wie wir: Google hat schon lange ein Profil von uns angelegt. Google kennt unser Alter, unsere Interessen usw durch unser Surfverhalten und deswegen zeigt Google einer Frau andere Suchtreffer an wie einem Mann. Er zeigt einer jungen Frau aus München andere Restaurants an wie einer ältern Frau aus Hamburg. Nicht nur weil es auf Basis der Person gesteuert wird, sondern auch weil es das ist, was die Person sucht. Eben das BESTE Suchergebnis.

Muss die ganze Webseite so aufgebaut sein?

Nein, aber ggf ein Teil davon schon. Sie können auch Reisen und dann für Männer und für Frauen jeweils einen einzelnen Bereich schaffen. So richtig optimal ist das dann aber nicht.

Benötige ich Leidenschaft für das Thema?

JA! ok, nicht unbedingt, es sollte aber auf der Seite so rüber kommen. Möglich wäre also Leute zu suchen, die die Artikel für Sie schreiben und für das Thema brennen. Eine Plattenfirma zB hat auch Musik sicher im Blut, der Chef / die Chefin schreibt aber selten Artikel zu den neusten Bands.

Die Leidenschaft muss aber nach außen kommuniziert werden, damit die Besucher sich mit ihnen identifizieren und sie immer wieder besuchen um neues zu erfahren. Die neusten Tipps zu Reisen, zu Schuhen oder welches Thema sie auch immer bedienen wollen.

Wenn Sie ihre Zielgruppe nicht verstehen, dann sollten sie ihre Personas anpassen und jemanden ansprechen, der ihnen näher liegt. So macht es wenig Sinn. Alternativ können sie auf die Mitarbeiter die für das entsprechende Thema was verstehen hören und auf die Kommentare ihrer Besucher / Kunden auf ihrer Webseite, Facebook usw. Sicher ist auch dieser Weg möglich.

Am Ende ist für die Suchmaschinen die Frage nach Relevanz, Qualität und Glaubwürdigkeit wichtig. Wenn das gegeben ist, spricht nichts gegen fremde Autoren.

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