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Suchmaschinenoptimierung für Google und Bing – So klappts wirklich

SEO ist mehr als ein paar „Tricks“

Erst einmal die schlechte Nachricht gleich vorweg: Es gibt kein SEO. Es gibt keine Suchmaschinenoptimierung. Suchmaschinen wie Google und Co versuchen immer mehr, gute Texte zu erkennen.
Wir müssen uns als nicht um die Suchmaschine kümmern, sondern um guten Content.
Denn: Das Hauptziel einer Suchmaschine ist klar und einfach: Zeige das BESTE Ergebnis zu einer Suchanfrage als ersten Treffer. Wir müssen also die beste Antwort auf eine Frage liefern, dann sind wir ganz oben.
Würden wir uns auf Tricks wie man nach vorne kommt konzentrieren, so ist das nicht nachhaltig, denn wann immer Google oder Bing seinen Algorithmus anpasst, haben wir ein Problem wenn wir uns mit Tricks nach vorne gemogelt haben. Deswegen gehen wir den richtigen Weg, den des besten Inhalts.

Neben dem Weg zum besten Inhalt zeigen wir dir auch worauf es noch ankommt. Wieso der beste Inhalt nichts bringt wenn ihnen keiner kennt usw.

Danach zeigen wir dir alle die weiteren Faktoren die ein bisschen mehr aus deinem Inhalt heraus holen können. Sie sind aber alle nur kleine Verbesserungen im Vergleich zu dem, wauf was es wirklich ankommt.

Was das ist erfährst du in diesem Artikel.

Früher war SEO so einfach… !?


Früher war SEO / Suchmaschinenoptimierung eine Art kurze Checkliste mit der man wenn man diese gut abgearbeitet hatte auf Platz eins war. Heute ist das nicht mehr so.
Heute erkennt eine Suchmaschine immer besser, ob ein Text für einen Nutzer hilfreich ist. Es geht also darum ausführliche und hilfreiche Texte zu schreiben.
Im folgenden geht es darum auf was zu achten ist, um trotzdem weit vorne in den Suchergebnissen zu landen.

Hinweis:

Viele springen direkt zu den technischen Punkten hier im Artikel, MACHEN SIE DAS NICHT!

Es ist entscheidend die Grundlagen zu verstehen.

Wieso ist es so wichtig weit vorne in den Suchergebnissen zu sein?

Die Anzahl der Suchvorgänge ist rückläufig. Grund dafür ist der Wechsel der Display-größer und der Wegfall einer Tastatur. Kurz: Die Nutzer einer Suchmaschine wechseln vom PC Zuhause auf Handys. 
Sucht man auf einem Handy zum Beispiel nach Aspirin erscheinen dabei gar keine normale Suchergebnisse (auch ‚natürliche Suchergebnisse“ genannt) mehr auf dem Display:

Wenn Sie also die beste Webseite zum Suchbegriff Aspirin betreiben wird diese trotzdem nicht angezeigt, da Google mehr an den Ergebnissen aus Shopping und den Anzeigen verdient.
Bei einem normalen PC-Bildschirm hätte man deutlich mehr Treffer gesehen:

und mit einem normalen Tastatur dann lieber nochmal neu nach einem anderen Begriff gesucht. 

Verschiedene Analysefirmen haben das Verhalten der Nutzer geprüft und man sieht deutlich, dass bei einem normalen PC (hier als Web bezeichnet) sowie auf Mobilgeräten heute kaum noch jemand auf die Treffer der 2ten Seite klickt. SERP = Search Engine Result Page, also eine Suchergebnis Seite. Bei Pos(ition) 11 beginnt Seite 2.


Wie man sieht, klicken auf den 1-3 Treffer 60% aller Nutzer, darunter wird die Luft schon sehr dünn. 
Wenn also bei einem Begriff wie Aspirin in Deutschland im Monat ca 40.000 Personen suchen (laut KWFinder.com) , bekommen die ersten 3 Treffer davon 24.000 Personen. Auf Platz 11 sind das gerade noch 1.080 Besucher. 
Allerdings ist es schon relativ schwer überhaupt auf Platz 11 zu kommen.
Hier kommt noch etwas dazu: Jeder sieht andere Suchergebnisse. Dazu kommen wir später.

Wie geht man also bei Suchmaschinenoptimierung richtig vor?

Mit Strategie und nicht zufällig. Viele Seitenbetreiber erstellen einfach Inhalte und das wars. Sind diese erstellt, wartet man wie eine Spinne, dass zufällig mit unglaublich viel Glück ein Besucher im Netz hängen bleibt. Dies wird auch so passieren, was wäre aber gewesen, wenn das Spinnennetz genau die richtige Dichte gehabt hätte, dass genau die richtigen Fliegen darin sich verfangen… und was wäre gewesen, wenn diese Fliegen auch noch absichtlich ins Netz geflogen wären?

Dann mal los

Die verschiedenen Bereiche der SEO

In der Regel wird die Suchmaschinenoptimierung in folgenden Bereiche unterteilt:

  • Inhalte / Content: Wir benötigen den besten Inhalt für einen Treffer
  • Keywordoptimierung: Entwicklung von Keyword-Strategien
  • OnPage-Optimierung: Inhalte, Metadaten, Struktur
  • Informationsarchitektur: Sense of Place & Informationsscent etc.
  • Technisches SEO: technische Optimierung, wie Sitespeed, Crawling und Indexing
  • Mobile SEO: Mobile Optimierung und Mobile-Freundlichkeit
  • Off-Page Optimierung: interne und externe Verlinkung
  • SEO KPIs: Erfolgsmessung über sinnvolle Kennzahlen

Inhalte / Content

Zuerst sollten wir uns mal von den ganzen Tipps wie „Der Titel muss 120 Pixel breit sein“ usw entfernen. Das bringt uns hier erst mal nicht weiter.
Wie schon in der Einleitung erwähnt, geht es Google und Bing darum, die beste und vollumfängliche Antwort auf eine Frage die der Nutzer stellt (und wenn es nur „Aspirin“ ist) zu liefern.

Das zeigt schon mal eins: Die Seiten die wir für Platz 1 benötigen sind nicht kurz. Viele der Seiten haben mindestens ca 2.000 Wörter. Wenn Sie den Artikel komplett bis hierher gelesen haben, haben Sie ca 500 Wörter gelesen.

Zudem sollte der Artikel für das beste Ergebnis natürlich nicht nur aus Texte bestehen, das wäre dann auch langweilig und uninteressant, also wieder nicht das „beste“ Ergebnis.

Wir benötigen also mehr als nur Text. Wir benötigen eine SEO Strategie. Genauer gesagt eigentlich eine Content Strategie. Noch genauer: Eigentlich eine „over all“ Strategie.

Wenn Sie schon eine Webseite oder einen Webshop haben, dann stellt sich die Frage nach der Zielgruppe. Verkaufen Sie alles oder verkaufen Sie gezielt?
Die Frage ist wichtig, denn wenn ich nach Aspirin suche bzw dort auf Platz 1 sein will, wird das praktisch unmöglich sein. Es gibt schlicht zu viele, die das auch wollen.
Wenn ich aber eine Webseite betreibe, die in einem Artikel Antworten Fragen auf Trombose bei Flugzeugen geben will, dann haben wir hier viel weniger Konkurrenz.

Shorttail vs Longtail SEO

Shorttail vs Longtail Suche

Unter Longtail versteht man den immer länger werdenden Schwanz an Suchbegriffen wenn man mehrere Suchbegriffe in die Suchmaschine eingibt. Dort ist die Suchhäufigkeit niedriger aber auch der Wettbewerb. Ein idealer Startpunkt um seine Seite dort in eine gute Position zu bringen und sich dann langsam Richtung Shorttail vorzuarbeiten.
Um uns im Longtail SEO gut aufzustellen, benötigen wir noch etwas anderes:

Brand – Sei ein Brand / eine Marke.

Nein, wir melden jetzt keine Marke beim Markenamt an, es geht um etwas anderes:

Hat schon mal jemand zu ihnen gesagt:

Du bist aber eine „Marke“

Normalerweise meint man damit, dass der Mensch irgendetwas besonders an sich hat. Genau das benötigen wir auch für unsere Webseite.

Die meisten Webseiten oder Firmen die ich kenne oder mit denen ich schon arbeiten durfte haben genau das nicht. Was bietet ihr für wen an? … Ähm.. ja also…

Wenn eine Online-Apotheke alles was sie hat in einen Webshop abbildet, ist sie nichts besonderes. Sie ist nicht differenzierbar / unterscheidbar von anderen. Vollsortiment ist langweilig. Auch sind solche Webseiten schwierig fürs Marketing.
Wenn Sie als Mensch alles können… also wirklich alles… was macht sie dann aus?

So klappt das weder bei Menschen, noch bei Google, noch bei den Kunden. Sie müssen sich also spezialisieren und eine spitze Kommunikation fahren (also ein Thema haben). Zum Beispiel könnten Sie ihre Online Apotheke auf Frauen oder Männer oder Alternative Medikation also auf ein spezielles Thema anpassen. Schon hast du ein Thema, einen Kern, eine Marke.
Wenn wir dieses Thema heraus arbeiten, und in das Zentrum unserer Gedanken stellen, dann können wir unsere Artikel darum anordnen.
Suchmaschinen und unsere Besucher / Kunden verstehen damit unsere Intention und Leidenschaft und damit auch, was wir mit unseren Inhalten die wir online stellen sagen wollen.

Differenzierung weil sonst alle auf die ersten 3 bis 10 Google Plätze streiten.

Spezielles wird öfters geteilt

Menschen empfehlen viel und teilen gerne über Facebook und Co. Wieso sollte man auf deine Webseiten verlinken / reden / schreiben ?
Man kann zB Videos und Inhalte die speziell und interessant sind erstellen.

Thema gefunden, was nun?

Um das Thema ordnen wir nicht nur unsere Artikel und Themen für unsere Suchmaschinenoptimierung, sondern auch unsere Kommunikation.

In der Literatur würde man nun von den 4Ps / Kommunikationspolitik sprechen, das lassen wir hier mal weg.

Uns geht es um die Fragen:

  • Preis billig oder teuer: Desto höher der Preis desto mehr muss auch klar sein wieso das so wahnsinnig gut und damit auch teuer ist. Dazu gehört auch: Qualitäts-Führer: Genuss und Spezialitäten bzw nachhaltig statt Masse.
  • Duzen oder siezen: Wie kommt der shop sprachlich rüber man benötigt ein Konzept. Evtl eine Hintergrundstory ausdenken. Wie ist man zu dem gekommen wo man jetzt ist, also was man nun anbietet.
  • Wording: Sprache zB aggressiv gegen Fleischesser also inhaltlich oder aggressiv von der Bildsprache
  • Was steht dahinter, was will man verändern (kann auch erfunden sein, Vorsicht!).
  • Welche Gesichter gibt’s hinter dem Unternehmen. Was kommunizieren sie und was  steht dahinter bei denen. 

Beispielsweise spricht die Telekom mit ihrer Billigmarke Congstar eine junge Zielgruppe an. Die Sprache ist hier komplett anders („du“), die Farben bunt und die Preise deutlich niedriger als bei der seriösen Telekom, die den älteren bzw Businesskunden ansprechen will.

Wir haben also nun ein Thema um das wir uns drehen, wir haben uns überlegt wen wir ansprechen wollen, welche Sprache usw wir nutzen wollen.

Festhalten des Ziels

Diese Punkte unseres Markenkerns sollten wir uns schriftlich festhalten und an die Wand kleben. Immer, wenn wir einen Artikel erstellen, sollte uns bewusst sein, was wir erstellen wollen.

Junge Frauen, die gerne reisen

aber Vorsicht: So oder mit Rucksack? oder mit Freund und ggf nach Island zum campen statt nach Dubai zum shoppen?

Wir benötigen also noch ein genauere Definition der Zielgruppe:

Personas

Wenns um die Frage geht für wen wir etwas erstellen wollen, so kommen hier Personas ins Spiel.

Sie beschreiben bestimmte Kundentypen die wir gerne bedienen wollen. Diese hängen wir ebenfalls an die Wand und fragen uns bei jedem Artikel: Wollen wir eine oder beide damit ansprechen?

Das sind Fragen wie:

  • Interessiert sie sich dafür?
  • Welches Problem hat sie?
  • Welche Lösung benötigt sie?
  • Wie Lösung bieten wir an?
  • Welche Konsequenzen hat eine Nicht-Lösung?
  • Was können wir bieten?
  • Welche Konkurrenten kommen in Frage?
  • Was soll die Persona bei mir erfahren?
  • Was soll sie bei mir tun?

Die Grundlagen sind gesetzt. Wieso ist das wichtig?

All die oberen Punkte müssen uns also erst einmal klar sein, dann können wir loslegen. Der Grund ist auch beim „SEO“ klar. Wenn die Suchmaschine das beste Ergebnis zeigen will, dann… ja ist Google und Co schon einen Schritt weiter wie wir: Google hat schon lange ein Profil von uns angelegt. Google kennt unser Alter, unsere Interessen usw durch unser Surfverhalten und deswegen zeigt Google einer Frau andere Suchtreffer an wie einem Mann. Er zeigt einer jungen Frau aus München andere Restaurants an wie einer ältern Frau aus Hamburg. Nicht nur weil es auf Basis der Person gesteuert wird, sondern auch weil es das ist, was die Person sucht. Eben das BESTE Suchergebnis.

Muss die ganze Webseite so aufgebaut sein?

Nein, aber ggf ein Teil davon schon. Sie können auch Reisen und dann für Männer und für Frauen jeweils einen einzelnen Bereich schaffen. So richtig optimal ist das dann aber nicht.

Benötige ich Leidenschaft für das Thema?

JA! ok, nicht unbedingt, es sollte aber auf der Seite so rüber kommen. Möglich wäre also Leute zu suchen, die die Artikel für Sie schreiben und für das Thema brennen. Eine Plattenfirma zB hat auch Musik sicher im Blut, der Chef / die Chefin schreibt aber selten Artikel zu den neusten Bands.

Die Leidenschaft muss aber nach außen kommuniziert werden, damit die Besucher sich mit ihnen identifizieren und sie immer wieder besuchen um neues zu erfahren. Die neusten Tipps zu Reisen, zu Schuhen oder welches Thema sie auch immer bedienen wollen.

Wenn Sie ihre Zielgruppe nicht verstehen, dann sollten sie ihre Personas anpassen und jemanden ansprechen, der ihnen näher liegt. So macht es wenig Sinn. Alternativ können sie auf die Mitarbeiter die für das entsprechende Thema was verstehen hören und auf die Kommentare ihrer Besucher / Kunden auf ihrer Webseite, Facebook usw. Sicher ist auch dieser Weg möglich.

Am Ende ist für die Suchmaschinen die Frage nach Relevanz, Qualität und Glaubwürdigkeit wichtig. Wenn das gegeben ist, spricht nichts gegen fremde Autoren.

Wie eine Suchmaschine funktioniert.

Wie sie Daten versteht, ordnet und gewichtet.

Crawling und Indexing

Damit eine Suchmaschine ihre Webseite versteht, muss diese erst einmal ihre Webseite einlesen. Das funktioniert im Prinzip genau so, als würden Sie das als Mensch machen.

Eine andere Webseite die die Suchmaschine schon kennt verlinkt auf einen ihrer Artikel oder auf die Startseite. Von diesem Einstiegspunkt aus welcher nicht die Startseite sein muss, arbeitet sich der BOT (Roboter) dann weiter über links auf ihrer Seite vor. Hätte also diese Seite auf der er trifft keine Links, wäre hier die Geschichte fast schon wieder zu Ende.

Jede eingelesene Seite wird dann eingelesen, verarbeitet und im Index (Verzeichnis) abgelegt. Verarbeitet bedeutet, dass sich die Suchmaschine anschaut, welche Wörter (vereinfacht) auf der Seite vorkommen, in welchem Kontext diese stehen (Kopfschmerzen und Gehirntumor oder Kopfschmerzen und Aspirin) und so wird ihre Seite entsprechend im Index abgelegt.

Künstliche Intelligenz

Suchmaschinen haben viele Seiten im Index und Verfahren wie Bayes aber auch die aktuellen lernenden Systeme der künstlichen Intelligenz helfen Suchmaschinen immer mehr zu verstehen, in welchem Kontext / Zusammenhang sich Texte auf einer Webseite befinden.

Hier kommen wir also zurück auf das Thema einer Webseite oder eines Bereichs. Ihre Seiten werden diesem Thema innerhalb der Suchmaschine zugeordnet. Das klappt aber eben nur, wenn sich ihre Seite immer wieder um dieses Thema dreht und die Texte von der Suchmaschine zuordenbar sind.

Vereinfacht vorstellen kann man sich das durch ein Zählverfahren: Welche Wörter kommen am häufigsten auf dem einem Artikel vor: Ist es Tumor und Kopfschmerzen, dann wird der Artikel in der Suchmaschine im Index der linken Gruppe zugeordnet. Ist es Kopfschmerz und Aspirin, dann der rechten Gruppe.

Ein Beispiel für Suche nach dem selben Suchbegriff von 3 Nutzern

Ihre Seite wurde eingelesen, wir suchen nach „Kopfschmerz“
Theoretisch könnte die Suchmaschine nun hergehen und sich den groben Standort ihrer Suchabfrage dazu holen. Das ist relativ einfach und Google zB macht das.

Beispiel A:
Dazu kommt nur ihr Profil: Sie sind aus Hamburg, ihre Suche geschieht aus München, Sie suchen nach Kopfschmerzen und es ist Fön. Das Ergebnis ist klar: Aspirin:

Beispiel B:
Sie sind aus Hamburg, ihre Suche geschieht aus München, Sie suchen nach Kopfschmerzen und es ist kein Fön. … Evtl Aspirin und Tumor vorschlagen.

Beispiel C:
Sie sind aus Hamburg, ihre Suche geschieht aus München, Sie suchen nach Kopfschmerzen und es ist kein Fön und sie haben schon mal nach Chemotherapie gesucht… Tumor vorschlagen.

Hier sehen sie: Jeder bekommt eine andere Seite vorgeschlagen. Es nutzt deswegen auch wenig Cookies zu löschen denn Nutzer ohne Profile gibt es ja auch nur wenige. Nur diese würden dann das sehen was sie gerne möchten.

Der richtige Inhalt wird also durch zwei Aspekte erschwert: Kontext und Personalisierung

Zu Kontext gehören Faktoren wie

  • Sprache
  • Land
  • Ort
  • Zeitpunkt

Zu Personalisierung gehören Faktoren wie

  • die eigene Suchhistorie
  • das eigene Klickverhalten

Fazit:
Dieses Beispiel zeigt erneut, das Suchmaschinenoptmierung / SEO nicht ein rumgefummel an irgendwelchen Tricks ist. Es geht um die Optimierung der Inhalte. Für eine bestimmte Suchanfrage ist das beste Ergebnis zu liefern. Zudem müssen wir – das kommt später – im technischen SEO den Bots helfen die Seite richtig lesen und verstehen zu können. Nur so haben wir lang anhaltenden Erfolg.

Die Struktur der Webseite

Damit die Suchmaschine also versteht, um was es auf ihrer Seite geht müssen wir Themencluster / Gruppen bilden.

G1: Kopfschmerzen als Gruppenthema

G2:Aspirin als Gruppenthema

Für Gruppe1 würden wir also 2 Artikelseiten erstellen, bei denen es darum geht

  • Was Kopfschmerzen sind, wie man sie erkennt, wie lange sie dauern
  • Wie bei Kopfschmerzen Aspirin wirkt
  • Wie bei Kopfschmerzen Ibuprofen wirkt

und diese verlinken.

Bei Gruppe 2:

  • Was Aspirin ist, Inhaltsstoffe, Nebenwirkungen usw
  • Wie es bei Kopfschmerzen wirkt
  • Wie es Blutverdünnend* wirkt (zB gegen Thrombose im Flugzeug)

Je nachdem wird das von der Suchmaschine unterschiedlich vorher im Index abgelegt und je nachdem Nutzern entsprechend angezeigt.

* Kleiner Hinweis: Ob Aspirin im Flugzeug hilft soll hier nicht gesagt werden. Das ist ein Marketing-Blog, kein Medizin-Fachblog.

Somit sieht der Seitenaufbau dann auch so aus:

Und so kommt es wie man in beiden Grafiken sieht auch auf die Verlinkung auf der Webseite an. So kann die Suchmaschine optimal erkennen, was zusammen gehört.

So muss der Content aussehen

Nachdem wir die Grundlegende Vorgehensweise verstanden haben, müssen wir nun langsam ans erstellen der Inhalte gehen. Dazu müssen wir uns überlegen, wie die oben skizzierte Struktur unserer Seite aussehen soll und welche Themen die einzelnen Seiten bearbeiten sollen. Diese Themen bzw einzelnen Seiten sollten ein oder wenige mehrere Hauptwörter haben, die in der Seite immer wieder auftauchen. Damit helfen wir der Suchmaschine den Sinn der Seite zu verstehen.

Keywords / Schlüsselwörter

Als Erstes ist zu überlegen, um was es bei dem zu erstellenden Artikel überhaupt gehen soll. Wenn wir bei obigen Beispiel „Aspirin“ bleiben ist die Frage: Was soll im Artikel stehen. Dazu ist es hilfreich zu wissen, nach was die Leute die nach Aspirin suchen noch suchen:

Um das herauszufinden, suchen wir nach Aspirin bei Google und scrollen auf der Ergebnisseite ganz bis zum Ende: 

Das sind also die Themen, die die Nutzer von Google im Zusammenhang mit Aspirin am häufigsten suchen und um diese Wörter = Themen sollte sich unser Artikel drehen.

(Weitere Möglichkeiten findest du hier: Keywords finden. )

Wie sollte der Artikel aufgebaut sein ?

Im Prinzip wie ein guter Aufsatz, den sie damals in der Schule geschrieben haben..

  • (Spannende) Einleitung die zum weiterlesen animiert
  • Hauptteil in verschiedenen Themen aufgeteilt.
  • Schluss
  • Dazu gehört auch ein (gedachtes) Inhaltsverzeichnis.

Für Aspirin könnte man zum Beispiel genau so vorgehen, wie Google dies verschlägt:

Einleitung: 

Aspirin

Der folgende Blogbeitrag widmet sich zu den Aspekten von Aspirin. Sie werden sich wundern was es alles zu wissen gibt:

Hauptteil:

  • Was ist Aspirin
  • Welche Bestandteile und Wirkstoffe sind in Aspirin
  • Welche Nebenwirkungen hat Aspirin
  • Ist Aspirin entzündungshemmend ?
  • Ist Aspirin blutverdünnend ?
  • Was ist bei der Einnahme von Aspirin zu beachten ?
  • Welche Darreichungsformen von Aspirin gibt es?

Schluss:

Viel gelernt…

Wie lange sollte ein optimaler Artikel sein ?

Mindestens 300-500, optimal 1.000 bis 1.500 Wörter.
Das haben Analysen herausgefunden, die von verschiedenen Firmen durchgeführt wurden. Artikel die länger sind, sind in Google zu einem bestimmten Suchbegriff weiter vorne. Eigentlich aber auch klar: Der Nutzer möchte informiert werden und  nicht jedes Detail auf einer anderen Webseite finden. Deswegen ist ein allumfassender Artikel besser und diese sind nun mal immer ein bisschen länger.

Außerdem bleiben die Nutzer länger auf ihrer Seite statt wieder zurückzuklicken zur Suchmaschine. Die Zeit, die der Nutzer nicht auf der Suchmaschine ist wird von dieser gemessen und die Suchmaschine geht dann ebenfalls davon aus, dass ihr Artikel interessant ist und zeigt diesen dann weiter vorne in den Treffern.

Hier kommt es besonders auf die Form des Artikel und die Einleitung des Artikels an. Dieser entscheidet darüber, ob ihr Besucher bleibt oder wieder geht.
Bei optimalen Seiten bleibt ein Nutzer bis zu 6min. Bei den Top 20 sind das immer noch ca 2 min. Auch dass wurde von diversen Agenturen ermittelt.
Durchschnitt in den Top 10 sind ca 3:45 min.

Was sollte ein optimaler Artikel enthalten?

Keyword

Das Keyword und Keyword-Paare sollte oft genannt werden, damit die Suchmaschine erkennt um was es in dem Artikel eigentlich geht. Hüten Sie sich aber davor, das Keyword zu oft zu nennen. Dies nennt man Keyword-Stuffing und die Suchmaschine geht dann davon aus, dass sie hier tricksen wollen. 

Am besten zum erwähnen der Keywords und Keyword Paare und Variationen eigenen sich natürlich die Überschriften. Aber auch im normalen Text sollten diese oft erwähnt werden. Man kann aber auch einfach sagen: Schreiben sie einfach einen normalen Artikel, dann werden Sie das Hauptkeyword sowieso öfters erwähnen.

Wichtig ist bei Keywords: Denken Sie an den Longtail. Erst mal sollten sie damit gefunden werden. Denn wenn Sie gefunden werden, dann teilt man sie auch. Ihre Webseite wird damit bekannter und für die Suchmaschinen wichtiger. Wenn die Seite dann wichtiger ist, können sie sich an die Top Keywords ranwagen (siehe Pagerank).

Text generell

Schreibe spannend damit der Leser dran bleibt. Desto länger der Besucher auf deiner Seite bleibt, desto besser. Nutze FETT um Texte hervorzuheben und die folgenden Möglichkeiten um deinen Text locker und Interessant zu halten.

Einleitung / Above the Fold

Wichtigster Teil eines Texts steht oben, deswegen ist ein Inhaltsverzeichnis nie schlecht. In den ersten Sätzen sollten sich auch die wichtigsten Keywords „verstecken“.

Überschriften

Wie oben schon erwähnt, sollte der Artikel in Abschnitte unterteilt werden. Dazu sind Überschriften (H1 bis H3..6) optimal. Daran erkennen Suchmaschinen, ob ihr Artikel unterteilt ist also ebenfalls eine interessante Struktur für den Nutzer aufweist.

Dabei sollte ihr Artikel mind 1 H1 Überschrift, mehrere H2 und evtl H3 haben, also

H1
– H2
— H3
– H2
— H3
– H2
— H3 

Besonders im obersten Bereich / Textanfang und in den ersten Sätzen sollte ihr Keyword oft erwähnt werden. Deswegen ist die Hauptüberschrift ihres Artikels und die Einleitung der wichtigste Bereich für SEO / Suchmaschinenoptimierung. Auch um, wie schon erwähnt, den Nutzer einzufangen und auf der Seite zu halten. Es gilt also wieder einmal: Schreibe den besten Text zu einer Frage und zwar so, dass der Nutzer diesen auch liest.

Bilder / Grafiken

Bilder werten Texte auf. Deswegen sollte ihr Text viele passende Bilder enthalten. Das hilft ihrem Besucher den Text zu verstehen und die Suchmaschinen gehen davon aus, dass ihr Text hochwertig ist, wenn dieser viele Illustration enthält.

Nachdem wir nun gelernt haben was der Kern von SEO ist… nämlich eigentlich die Grundlagen was unsere Besucher von uns erwarten: Ein ausführlicher Artikel zu einem Thema, gehen wir nun weitere Faktoren an.

Zum Bilder SEO später mehr.

Listen

Listen sind die üblichen Listen die man kennt. Auch sie werten Texte auf.

  • Punkt 1
  • Punkt 2
  • Punkt 3
Tabellen

Auch Tabellen werten Texte auf

SERP PosWebMobil
134,5927,28
215,3414,27
39,038,88
46,116,17
54,394,49
63,253,11
72,472,25
81,971,7
91,621,33
101,441,06
Videos

Durch das einbinden von Youtube Videos halten sie die Besucher lange auf ihrer Seite. Das kommt ihrem Ranking zugute.

Farben

Das klingt ein bisschen zu einfach aber verwenden Sie Farben um Inhalte optisch zu trennen und so den Nutzer auf ihrer Seite zu halten.

Inhalte optimieren für Feature Snippets

Wir haben gerade gelernt, wie man einen Nutzer interessante Inhalte präsentieren kann. Besonders Listen, Tabellen und Textabsätze werden von Suchmaschinen wie hier im Bild gerne übernommen. Es lohnt sich also, diese zu nutzen.
Google erkennt diese meisst anhand einer vorher geschriebenen Überschrift die mit „Was ist…“ beginnt. Erstellt man also einen Absatz wie:

Überschrift vom Typ h2 (oder h1): „Was ist der Sichbarkeitsindex“
Text: „Der Sichtbarkeitsindex ist eine Kennzahl…. blablabla“

so erscheint dieser Text vor allen anderen Suchtreffern. Allerdings nicht immer und anscheinend nur, wenn ihr Inhalt sowieso schon sehr passend zu suchanfrage gewesen wäre ( = unter den Top 10 Treffern).

Kann ich einfach Text von anderen Webseiten kopieren?

Natürlich nicht. Grund 1 ist, dass der Text von jemand anderem erstellt wurde und damit nicht ihr Eigentum ist.
Der wichtigere Grund 2 ist hier aber für uns: Google erkennt, dass der Text schon mal wo anders verwendet wurde. Ihre Webseite verstößt damit ja gegen unsere Grundidee: Wir wollen die beste Seite zu einem Suchergebnis erstellen. Google sieht das auch so und ignoriert diese Texte. In der Fachsprache spricht man von Duplicate Content.

Jetzt gehts an die Suchmaschinenoptimierung

Bisher ging es nur um die Inhalte. Wenn wir genug Inhalt haben, und das ist ja doch viel zu schreiben, gehts an die Optimierung, so dass die Suchmaschinen diese Inhalte optimal darstellen können.

Unser Dokument hat nun viel Inhalt, Überschriften usw… Wenn der Bot der Suchmaschine das Dokument einliest, versucht er wie schon erwähnt diesen Inhalt zu erkennen. Zum Inhalt gehören aber 2 wichtige Dinge mehr. Titel und die Adresse/Url des Artikels bzw der Wörter die in der Adresse/Url des Artikels vorkommen.

Je nach Suchmaschine sehen die Suchtreffer so aus:

Typischer Suchtreffer

In blau der Titel, in grün die URL, in grau die Meta Description.. also eine Zusammenfassung den Inhalts.

Wieso sind Titel, Url und Description wichtige Informationen die man optimieren sollte?

Wenn ein Suchender in einer Suchmaschine nach einem Begriff sucht, so geht er dann mit dem Auge die Suchtreffer durch. Es ist dann die einzige und einmalige Chance dem Suchenden aufzufallen und zwar so, dass er klickt. Darauf kommt es an.

Titel

Der Titel kann aus der Hauptüberschrift gebildet werden, er kann aber auch separat definiert werden. Für WordPress zB ist der Titel die Hauptüberschrift (h1) ausser man nutzt ein separates SEO Plugin. Die Hauptüberschrift ist aber nicht immer knackig. Müsste Sie aber, da wir ja wollen, dass der Suchende in der Suchmaschine klickt.

Deswegen kann man das <title> tag benutzen um eben diesen separat zu definieren. Er sollte kurz und knackig sein und den Nutzer dazu aufrufen dieses Suchergebnis zu klicken. Im Prinzip eine Art Werbespruch um den Nutzerclick zu bekommen.

„Klicke mich!“ wäre natürlich eine gute Idee, aber wieso?

„Klicke mich für die besten Ideen zu xy“ ist schon besser. Nur das klicke mich sollten wir uns sparen.

Optimal ist

Die 19 besten Informationen rund um Aspirin [neu 2020]

oder noch besser

19 Tipps zu Kopfschmerzen und Aspirin [neu 2020]

Begründung:
Vorne steht eine Zahl, das fällt auf. Dann sind 19 Tipps ja perfekt, was will man mehr. Die Keywords Kopfschmerzen und Aspirin sind genannt und am Ende erfährt man noch, dass diese aktuell sind.

URL

Zum Text des Artikels gehört auch die URL. Ihr Artikel sollte also nicht unter 

www.meineseite.de/artikel_826

sondern unter

http://www.meineseite.de/aspirin

also /hauptkeyword erreichbar sein. So könnte man sie die URL/Adresse gut merken und deswegen ist das ein wichtiger Faktor bei Google. Besteht ihr Keywort aus mehrenen Wörtern, so verwenden Sie das minus Zeichen (und nur das) als Trenner, also:

http://www.meineseite.de/aspirin-gegen-kopfschmerzen

Hinweis: Google zeigt die URL je nach Darstellung nicht an. Das ändert aber nichts an der Aussage hier.

Meta-Description

Die Meta-Description ist ein Bestandteil des Codes einer Webseite

in ihr kann eine separate Beschreibung abgelegt werden. Sie ergänzt den Titel um eine aussagekräftige Beschreibung um was es auf der Seite geht. Im Gegensatz zu Titel und URL wird die Meta-Description (sowie andere Meta Felder) nicht von den Suchmaschinen zum bewerten der Seite herangezogen. Sie wird auch nicht immer in den Suchmaschinen angezeigt.

Wird dann geklickt ? Was ist click through rate / Klickrate ?

Wie schon erwähnt müssen wir erst einmal in den Suchergebnissen in den Bereich kommen in dem wir geklickt werden könnten. Wenn wir aber angezeigt werden ist es unsere Chance. Die Klickrate bezieht sich auf die
Anzahl der Suchenden / Klicks in Prozent auf die jeweilige Position.

Das bedeutet im Klartext: Natürlich wird auf den ersten Treffer mehr geklickt als auf den 9 ten (mehr dazu hier und hier).
Anders herum: Man könnte also sagen: Eine Optimierung bringt hier wenig. So ganz richtig ist das aber nicht, denn erstens sind Titel und URL eben relevant um generell weiter vorne zu landen. Was die Meta-Description betrifft: Ja, hier macht der Text nur wenig aus. Deswegen sollte man sich eben nicht darauf fokussieren sondern eben auf Inhalt, Titel und URL.

Und weiter?

Zu allen anderen Faktoren kommen wir später. Erst einmal haben wir unsere Punkteliste was den Inhalt betrifft abgearbeitet.
Um ehrlich zu sein ist es aber auch so, dass die meisten anderen Faktoren kaum einen Effekt haben werden.

Was ist mit den ganzen Tips zu maximaler Länge usw ?

Viele Webseiten schreiben zu SEO, dass eine Überschrift genau x Zeichen oder Pixel haben sollte, ist das denn nicht wichtig?

Die Frage kann ich nicht beantworten und zwar deswegen, weil Google nicht definiert, wie lange sie sein sollte. Alle, die behaupten es zu wissen wissen es genau so wenig wie sie das Rezept von Coca Cola kennen.

Es gibt viele Tests mit denen man zB 1 Mio Webseiten analysiert und sagt: Guck, die Top 5 zu einem Suchbegriff haben alle einen Seitentitel zw 80 und 120 Zeichen. Mehr zeigt Google dann auch nicht mehr an.

Man kann das also glauben oder sich an die Webmaster Richtlinien von Google halten die im Prinzip sagen: Schreibe eine guten Artikel.

Haben Sie schon Mal ein Buch gesehen, das auf dem Umschlag alle Wörter der Welt hat? Eben. Noch schlimmer: Wäre es innen drin ein Fachbuch zu Aspirin aber draussen würde „Nackte Frauen“ mit dabei sein, dann würde es vom Buchhandel evtl falsch eingeordnet unter Erwachsen-Literatur statt unter Medizin.

Die Folge wären klar: Selbst mit dem besten Inhalt würde es in Mediziner nicht finden, und die, die es in der Erwachsenen-Literatur finden würden (auch wenn das viel mehr währen) würden das Buch wieder ins Regal legen, da der Inhalt nicht passt. Das wäre dann eine hohe Bounce-Rate.

Der Buchhändler würde, wenn er das sieht das Buch aus dem Regal nehmen, da es die Kunden augenscheinlich sofort wieder zurücklegen, es sich also nicht verkauft.

An diesem Beispiel ist also deutlich zu sehen: Ein Titel und eine Beschreibung und natürlich die URL sollten sehr prägnant und scharf auf den Inhalt angelegt sein. Dadurch wird dieser immer nicht sehr lang aber auch nicht sehr kurz und damit passt er automatisch in das „geheime“ SEO Schema.

Natürlich macht aber der Titel des Buches den Unterschied und man greift eben lieber zu Büchern die einen Lösung anbieten: „19 Tricks gegen Kopfschmerzen“ statt an ein Buch das „Kopfschmerzen“ oder „Die Geschichte der Kopfschmerzen“ lautet.

Im Übrigen wird sich das im Beispiel genannte Buch genau so gut verkaufen wenn es „19 Tricks gegen Kopfschmerzen“ lautet als wenn es (Keywords vorne) „Kopfschmerzen, die 19 besten Tricks dagegen“ lautet.

Viele der 500 besten SEO Tricks haben so wenig Auswirkung, die kann man sich einfach sparen.

Es gibt aber einen SEO Faktor der der allerwichtigste ist: Empfehlungen von anderen oder kurz: Links.

Verlinkung der Seiten auf der eigenen Webseite

Wie wir schon vorher in der Strukturierung der Seite gelernt haben ist diese wichtig, damit die Suchmaschine Zusammenhänge auf der Seite erkennt.

Pagerank

In aktuellen SEO Anleitungen sollte eigentlich der Pagerank eigentlich mehr vorkommen, so zumindest die Aussage vieler „Experten“. Wir sehen das nicht so.
Der Pagerank war im Grunde eine Art Vererbung der Wichtigkeit und war einsehbar für jede Webseite. Eine wichtig Seite hatte maximal einen Pagerank von 10, eine einfache neue Seite einen PR von 0. Wobei 0 schnell zu einem etwas höherem Wert wechselte. 0,0 gab es praktisch wirklich nur, nachdem die Seite im Netz veröffentlicht wurde. 

Wieso ist der Pagerank auch heute noch relevant?

Zum Pagerank 10 kam es, wenn viele kleine Seiten auf eine andere Seite verlinkt hatten. Ein Link von einer Seite auf eine andere gibt ein bisschen Wert von sich selbst weiter. Er vererbte also einen gewissen Rankwert an die nächste Seite. Wenn also viele kleine Seite auf eine andere Seite verlinken wie eine Nachrichtenseite oder Wikipedia, so bekam diese Seite einen kleinen Teil dieses Rank Wertes ab. Bekommt man sehr viele kleine Links erbt man eben viel von diesem Wert und steigt im eigenen Wert.

Würden also 10 0,1 PR Seiten auf nur eine Seite verweisen, so hätte diese dann 10 x 0,1=1 als PR. Diese Seite ist also wichtiger als die anderen. Das ist allerdings stark vereinfacht, die Formel ist um einiges komplexer und nicht jede Seite teilt ihren Wert einfach auf. Würde eine Seite nur genau auf eine andere verlinken, so hätten beide den gleichen Pagerank. Natürlich wird hier ein Wert abgezogen, so dass zB Seite 2 nur einen PR von 0,8 hat bzw hatte.

Wieso der Ausflug in die Vergangenheit?

Weil das Prinzip heute noch gilt in bestimmten Bereichen. Dazu kommen wir nun:
Wenn wir eine neue Seite ins Netz stellen, so wird ein Bot diese irgendwann einlesen.
Bots (also Roboter) lesen Webseiten ein und fügen diese in den Index (also die Datenbank) der Webseite hinzu. 
Eingelesen wird dabei die Startseite. Wir nehmen nun der Einfachheit an, dass unsere Startseite einen niedrigen PR hat, da wir ja bisher nicht verlinkt wurden.
Die Bots wissen, das unsere Seite unwichtig ist, weil sie ja auch wissen, das bisher niemand auf uns verlinkt hat. Aus diesem Grund lesen die Bots meist nur die Startseite und sehr wenige Seiten darunter ein. Normalerweise nur die erste Ebene. Desto wichtiger unsere Seite wird, also desto mehr uns verlinken, desto mehr steigt der PR und desto tiefer lesen die Bots unsere Webseite ein.

Tools wie ahref berechnen diese Daten selbst (aufgrund eigener Systeme, der Wert den Google berechnet ist ja weiter geheim) für die Top URL und die Domain (Domain Rank).

Es ist wichtig, dies zu verstehen, denn davon hängt nun entscheidend ab, ob der Artikel, den wir vorher erstellt haben überhaupt in den Suchmaschinen bei dem gewünschten Keyword erscheint.

Ist also von der Startseite unser Artikel nicht direkt über wenige Clicks erreichbar

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dann wird der Artikel nicht in den Suchmaschinen erscheinen.

Prüfen können Sie das durch Eingabe von

site:https://www.ihreseite.de

als ein Wort ohne Leerzeichen usw

in Google.

Wir sollten also unseren Artikel direkt von der Startseite verlinken. Erst wenn wir dann aufgrund des tollen Inhalts den wir erstellt haben von anderen Webseiten einen oder mehrere Links bekommen, so steigt unser Pagerank und die Bots werden dann die tieferen Inhalte einlesen und auch in der Suche darstellen.

Der Grund ist klar: Bei Webseiten die von außen kaum links bekommen sind nicht wichtig und Inhalt der dort irgendwo verborgen ist ebenfalls nicht.

Angenommen unsere Startseite von der wir die Unterseiten verlinkt haben ist aber von keiner anderen Webseite verlinkt, dann ist die Seite zwar wenn man nach ihr mit site: sucht zu finden aber sie wird zum keyword als Suchbegriff mit hoher Wahrscheinlichkeit nie auftauchen. Links von anderen Webseiten sind also ein Muss. Dazu kommen wir später.

Wie schnell wird unser Inhalt überhaupt verarbeitet?

Stand 2020: Google liest die Webseite ein, das dauert nach dem bekanntgeben bei der Search Console ca 2 Stunden. Es ändert aber nichts am ranking der Seite.

Das dauert dann ca 1-2 Tage.

Hüte dich vor deiner Startseite

Gedanklich geht man als Webmaster meinst von der Startseite auf sein Projekt ein. Das ist aber ein Trugschluss.

Wenn Besucher deine Seite teilen dann ja meist Artikel oder.Produkte. Es macht ja keinen Sinn zu sagen: Den Schuh xy findest du auf www.xy.de. Stattdessen wird der Schuh geteilt.

Das bedeutet, dass zB dieser Schuh einen höheren Pagerank hat als die Startseite und damit die Links, die von dort ausgehen die Besten sind. Das wird sich natürlich auch permanent ändern wenn Kunden andere Artikel teilen.

Das tun sie ganz natürlich, weil der Schuh irgendwann nicht mehr modern ist oder nicht mehr im Sortiment. Solltest du einen Artikel dann löschen, so zeigen alle Links ins Nirvana und du verlierst die ganze Linkpower. Nutze 301 Redirects um das zu verhindern.

Interne Verlinkung, weitere Tipps
  • Keyword ist wichtig im Link, denn auch wenn auf der Seite das Keyword nie vorkommt und nur im Link, so wird die Seite ggf darunter zu finden sein.
  • Reasonable surfer model gibt an, dass die Seitenlinks mehr geklickt werden die mehr Sinn machen. Bottom und AGB usw gehören da nicht dazu. Diese werden weniger gewichtet.
  • Links aus dem Content macht also mehr Sinn und werden mehr gewichtet.
  • Da above the fold (Beginn der Seite) mehr geklickt wird, sind links oben auch relevanter als unten.
  • Es zählt die Anzahl der Links. Einige auf nofollow zu setzen bringt gar nix -> weglassen ist wohl besser. Was soll der Link wenn man ihn nicht klicken soll ?
  • Wichtiges auf der Startseite verlinken. Aber eben nicht auf alles sondern auf aktuelles oder wichtiges. Top-Seller und oder Empfehlungen. 
  • Keine neutralen Links wie hier klicken sondern Keywords verwenden. Das ist auch für den Nutzer besser. Eindeutige Signale weitergeben. Linktext sollte aber eindeutig sein und genau auf eine Seite gehen.
  • WordPress Plugins die Keywords auf eine Seite verlinken. Das taugt aber nicht viel und Vorsicht vor kaputten Links.
Crawltiefe von der Startseite eine je nachdem.
  • Wobei Startseite ein Gedankenkonstrukt ist. Es meint von da wo der Link gesetzt wird.

Verlinkung der Seiten auf fremden Webseiten

Wie schon erwähnt MUSS eine oder mehrere Seiten unserer Webseite Links von anderen Webseiten haben. Sonst kann unser Inhalt noch so super und der „Beste“ sein, er wird nie oben auftauchen.

Im Grunde ist das auch richtig so, denn wenn er nicht verlinkt wird, dann bedeutet das ja im Umkehrschluss, dass keiner das auch so sieht und deswegen ist er eben nicht der beste Inhalt.

Das Problem liegt hier natürlich darin, dass für neue Seiten dieses System nicht klappt. Man kann etwas ja nur gut finden wenn man es findet. Und man findet es nicht weil es noch keiner gut gefunden hat. Ein typisches Henne Ei Problem.

Wie gehen wir also vor?

Den Besuchern es einfach machen die Inhalte zu teilen.

Wir müssen auf unserer Webseite erst Mal die typische Like Buttons haben. So machen wir es Besuchern einfach die Inhalte zu teilen. Also Facebook, Twitter und E-Mail Button auf den Artikel. Das hilft anderen die Inhalte einfach zu teilen.

Suchmaschinen interessieren sich aber nicht so richtig für diese Links. Man könnte auch sagen: Die Links zählen kaum, haben also keine hohe Wertigkeit. Das ist uns aber egal, denn damit schaffen wir auch uns die Möglichkeit, die Seiten leicht zu teilen.

Crowdsourcing

Auch wenn die Links auf Facebook und Twitter nicht viel zählen, sie zählen. Und sie schaffen Aufmerksamkeit, und das ist doch das wichtigste, was wir nun brauchen.

Werden die Seiten oft auf Facebook, Twitter, Pinterest und Co geteilt dann sehen das auch potentielle Kunden und falls die die Seite gut finden, so teilen sie diese ebenfalls.

Möglicherweise haben diese Leute dann sogar einen eigenen Blog und verlinken uns und … Boom: Wir haben unseren ersten Link.

Einfache Linkquellen

Linkquellen können erst einmal alte Seiten sein, die es nicht mehr gibt. Diese leiten wir per 301 um. Mehr Idee hier.

Weitere einfache Linkquellen:
Teilen auf Pinterest, Videobeschreibung auf Youtube usw, Podcast Beschreibung, RSS feeds, Blog Backlinks, folked, bitbucket, GitHub, javascript zum einbauen / Buttons / Zertifikate. medium.com / WordPress.com / Slideshare usw Artikel erstellen.

<script src=http://www.vondir.de/tools/ext_artlist.pl?user=schneckesabbi&mode=list></script>
<noscript><a href="http://www.vondir.de/tools/shopinfo?name=schneckesabbi">Meine Artikel auf vondir.de</a></noscript>

Die Frage ist einfach ausgedrückt, wie motivieren wir andere auf uns zu verlinken?

Punkte, die für den Nutzer ebenfalls wichtig sind.

  • Die Seite sollte schnell sein, da der Kunde sonst abspringt weil er warten muss.
  • Die Seite sollte mobil sein und gut klappen weil sie sonst auf’m Handy nicht klappen.
  • URL sollte einfach und lesbar sein.
  • Webseitenstandards sollten eingehalten werden.
  • Dokumentenstruktur für Menschen klar und spannend.
  • Inhaltsverzeichnis vorhanden.
  • HTML gerendert im mobile View ist das was zählt.
  • Taugt das Templates was?
  • Links alle ok ? Fehlerhafte links sind komisch.

Die Hauptnavigation ist keine Empfehlung von Content. Hauptnavigation also raus und dann Mal sehen was aus dem Content als passend empfohlen wird.

Optimale Verlinkung

Seiten einfach ohne Hauptnavigation und auf dem Handy testen. Wenn man intern viel verlinkt dann sollten sie auch oft geklickt werden.

Beispiel: sind in der Hauptnavigation Kategorien verlinkt aber klickt sie keiner, dann brauchen die da auch nicht sein. 

Sieht oder will also keiner. Die, die viel geklickt werden nach oben.

Linktext und url sollten immer das gleiche Keywords verwenden. Paginierungen ab einer gewissen tiefe klickt keine Sau mehr.

Evtl auf der ersten Seite weniger Treffer, dann immer mehr weil der Nutzer wenn er schon weiter klickt dann am Anfang schnelle Seiten hat und später langsamere.

Google crawlt aber solche Seiten eh kaum noch.

Sichtbarkeit: interne Faktoren

  • eigene Optimierungen
  • neue Inhalte
  • geglückte oder auch missglückte Relaunches
  • technische Gründe, wie zum Beispiel der Ausschluss von Seiten/Verzeichnissen
  • technische Probleme, wie zum Beispiel Duplicate Content

Sichtbarkeit: externe Faktoren

  • Verlust/Gewinn von externen Signalen, wie zum Beispiel Links
  • die Optimierungen von Wettbewerbern, die einen Einfluß auf die eigene Sichtbarkeit haben
  • individuelle Penalties durch Google
  • generelle Neubewertung deiner Seite über Signale, wie über das Core-Algoritmus-Update, Panda- oder Penguin-Update
  • Neue Bewertung der Suchbegriffe durch Google, durch den Einsatz von KI bei Google und Bing, wie BERT oder RankBrain

Bilder SEO

Vor allem lesen die Suchmaschinen drei Informationen, die Sie deinen Bildern geben sollten

  • ALT-Text
  • Title
  • Dateiname

ALT-Text

Der ALT-Text (auch Alternativer Text genannt) ist der Text, der angezeigt wird, wenn das Bild nicht angezeigt werden kann. Zum Beispiel wäre dass der Fall, wenn das Bild versehentlich gelöscht wurde. Im Alt-Text sollte genau beschrieben sein, was auf dem Bild zu sehen wäre. Das ist auch deswegen wichtig, da er auch von Screen Readern für sehbehinderten Menschen zum vorgelesen genutzt wird.

Der ALT-Text sollte dabei die wichtigsten Keywords des Textes beinhalten, damit die Suchmaschinen das Bild einordnen können.

Wie man in WordPress Alt und Title
angeben kann.

Der Bild Title

Der Title ist der Text, der angezeigt wird, wenn der Mouse-Zeiger kurz über dem Bild stehen bleibst. Es erscheint dann ein Tooltip mit dem Title. Das kann für den Benutzer durchaus hilfreich sein wenn ein Bild keine sichtbare Bildunterschrift hat. Selbst wenn das Bild eine Bildunterschrift hat ist es sinnvoll, diese zusätzlich einzufügen.

Auch der Title wird von den Suchmaschinen für die thematische Zuordnung des Bildes herangezogen. Deswegen gilt es auch hier die Keywords unterbringen. Der Text sollte ebenfalls ein kurzer natürlicher Text sein, keine Auflistung von Keywords.

Einige Share-Plugins ziehen diesen Text als Beschreibung eines Bildes, wenn man zum Beispiel Bilder auf Pinterest pinnen will.

Der Datei Name des Bildes

Der Dateiname des Bildes spielt für die Suchmaschinen eine wichtige Rolle da auch hier die Suchmaschine versucht, herauszulesen was das Bild darstellt. Es ist also ein Unterschied, ob das Bild „upload1234.jpg“ heißt oder „frau-mit-kind-in-muenchen-englischer-garten.jpg“. Auch als Mensch kann man sich so mehr vorstellen. Für den Namen sind allerdings nur a bis z, 0 bis 9 und als Trenner – (minus) zu nutzen. Keine Leerzeichen. Der Unterstrich _ ist „verboten“ da Google zB selbst sagt, dass dann die Wörter nicht getrennt und damit nicht verstanden werden. Kurzer Dateiname aber knackig.

Text um das Bild / In der Nähe des Bildes

Bilder sollten in einem eigenen Tag eingebaut sein und sich darin noch Text befinden. Da die Suchmaschine Bilder nicht immer erkennen kann, macht es Sinn, den Text der sich in der Nähe des Bildes für den Bildinhalt heranzuziehen.

WordPress macht das sehr schön:

JPEG Exif Tags

Jpeg Bilder haben die Möglichkeit in den sogenanten Exif Tags die ein Teil der Datei selbst sind Texte zu hinterlegen. Diese Bilder werden von Suchmaschinen ausgelesen, nicht aber immer ausgewertet. Zudem bläst diese Information die Bilder auf. Mit Tools wie exiftools können Informationen in Bilder geschrieben werden. Diese Möglichkeit muss man testen, das ist sehr vom Verwendungszweck abhängig.

Pagespeed / Seiten-Ladezeit

Dieser Faktor ist etwas schwierig. Webseiten sollten generell schnell sein, keine Frage. Was ist aber schnell und wie kann man das testen? Google zum Beispiel sagt, das Geschwindigkeit ein Rankingfaktor ist. So richtig belegen lässt sich das aber nicht im Gegensatz zum Inhalt und den Links. Nichtsdestotrotz schauen wir uns das Thema an, denn eine Seite die langsam ist macht einfach keinen Spass und wir wollen ja das BESTE Ergebnis liefern.. und das soll ja auch schnell geladen sein.

MEHR später.

Begriffserklärung / FAQ

Was ist eine Website, was ist eine Webpage (Quelle)?

Site meint die ganze Webseite, also die Sammlung von Pages, die auf einer Domain / der Internetadresse veröffentlicht wurde, Page, meint eine einzelne Seite auf der Webseite. Die rote Page wird dabei oft als Startseite oder Homepage bezeichnet.