Im Folgenden ist das KEINE Rechtsberatung!

Die DSGVO ist ja darauf aus, dass man keine Daten erfasst, die man nicht benötigt, damit diese nicht in falsche Hände gerät. 1&1 und Buchbinder können davon ein Lied singen.

Wenn wir nun Tracken wollen was auf unserer Webseite passiert dann nutzen viele ja weiterhin Google Analytics. Das ist ein Problem, denn die DSGVO und Gerichte meinen aktuell soweit ich das so verstehe:

Daten erfassen und teilen (in Stufen wie das vor der DSGVO war):

Stufe 1: Gar nicht erfassen
Stufe 2: Nur zwischen Webseitenbetreiber und Nutzer
Stufe 3: Nur zwischen Webseitenbetreiber und Nutzer durch eine Platform dritter
Stufe 4: Zwischen Webseitenbetreiber und Nutzer durch eine Platform dritter und die dürfen die Daten auch verwenden

Wobei Stufe 3 evtl noch geht und Stufe 4 gar nicht mehr.

Was ist Google Analytics?

Google Analytics ist aber Stufe 4, da Google die Daten dann auch für sich selbst nutzt. Würde Google das nicht machen, so wäre Analytics sicher nicht kostenlos.

Um max. Stufe 2 zu erreichen, muss der Seitenbetreiber also gar nicht oder selbst tracken. Für selbst gibt es zum Beispiel Matomo. Hier verlassen die Daten den eigenen Server bzw die eigenen Server nicht und damit sind wir hier save und weiterhin kostenlos unterwegs.

Auch Vorteilhaft: Matomo benötigt im Prinzip die gleichen Einstellungen wie Wordpress.. insofern ist der Aufwand erst einmal minimal.

Aber Vorsicht!

Man verliert dabei auch alle Vorteile die Google weiter bietet bzgl Retargeting usw... Also.. mal sehen was passiert.

Für eine normale Webseite aber super!

ist Matomo aber sicher vollkommen ausreichend und so gehen keinerlei Daten nach aussen / Extern

Datenschutzeinstellung

matomo unterstützt direkt out of the box auch do-not-track und andere Funktionen. Zu finden unter Einstellungen > Privacy

Hinweis vorab

Dies ist keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen zur DSGVO sollte ein Fachanwalt oder Datenschutzbeauftragter hinzugezogen werden.

Das Kernproblem mit Google Analytics

Die DSGVO zielt darauf, dass nur Daten erhoben werden, die wirklich nötig sind – damit sie nicht in falsche Hände geraten. Google Analytics ist datenschutzrechtlich heikel, weil Google die erfassten Daten auch für eigene Zwecke nutzt (sonst wäre der Dienst kaum kostenlos). Damit erreicht man die höchste „Weitergabestufe", die Gerichte besonders kritisch sehen.

Die datensparsame Alternative: Matomo

Wer ohne Drittübermittlung tracken möchte, fährt mit dem selbst gehosteten Matomo gut. Die Vorteile:

  • Die Daten verlassen den eigenen Server nicht – keine Weitergabe an Dritte.
  • Kostenlos und quelloffen.
  • Ähnlicher technischer Aufwand wie WordPress – die Einstiegshürde ist niedrig.
  • Unterstützt „Do Not Track" und weitere Datenschutzfunktionen direkt out of the box (zu finden unter Einstellungen → Datenschutz).

Was man dabei verliert

Ehrlich bleiben: Mit Matomo entfallen einige Google-Vorteile wie Retargeting oder die enge Verzahnung mit Google Ads. Für eine normale Website, die einfach wissen will, was auf ihr passiert, ist Matomo aber völlig ausreichend – und deutlich datenschutzfreundlicher.

Praktische Schritte

  • Tracking erst nach aktiver Einwilligung laden (Consent-Banner).
  • Datenschutzerklärung um das eingesetzte Tool ergänzen.
  • Wo möglich, IP-Adressen anonymisieren und Speicherfristen kurz halten.
  • Im Zweifel: weniger erfassen. Datensparsamkeit ist der sicherste Weg.